F7-Filter: Eigenschaften und Wirkung
Die F7-Filterklasse ist nach alter DIN EN 779 definiert. Seit 2018 gilt die ISO 16890 mit der neuen Bezeichnung ISO ePM1 50% — das bedeutet, der Filter hält 50 Prozent der Partikel mit Größe unter einem Mikrometer zurück. Bei konkreten Messungen am Pollen-Aerosol erreicht F7 sogar 86 Prozent Wirkungsgrad.
Praktisch wirkt sich das so aus: Birken-, Gräser- und Ambrosia-Pollen werden zuverlässig aus der Zuluft entfernt. Auch Feinstaub aus Verkehr und Industrie wird gefiltert. Wer in einer Stadt wohnt oder an einer befahrenen Straße, profitiert besonders.
Wichtig: F7 setzt sich schneller zu als G4. Das liegt an der feineren Faserstruktur, die mehr Partikel auffängt. Praktische Konsequenz: F7 spätestens nach sechs Monaten tauschen, in pollen-reichen Regionen manchmal schon nach vier.
Auf einen Blick:
- F7 = ISO ePM1 50% nach ISO 16890 (alte Norm: EU7)
- Hält Pollen und Feinstaub zu 86 Prozent zurück
- Pflicht für Allergiker und in Pollen-Hotspots
- Druckverlust leicht erhöht — Anlage muss minimal mehr Strom aufnehmen
- Wechsel-Intervall: spätestens 6 Monate, oft 4-5 ausreichend
Im Anschluss sehen Sie alle F7-Varianten und Modellsets.
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F7 versus G4 — wann lohnt der Aufpreis?
Bei normaler Wohnlage in ländlicher Gegend ohne Allergiker im Haushalt reicht ein G4-Vorfilter oft aus. Sobald aber jemand allergisch auf Pollen reagiert oder die Wohnlage stark verkehrsbelastet ist, lohnt F7 fast immer.
Konkrete Zahlen aus dem Passivhaus-Ratgeber: G4 filtert 6 Prozent der Partikel um 1 Mikrometer, F7 filtert 86 Prozent. Bei den allerkleinsten allergenen Pollen-Resten (0,3 Mikrometer) sind die Werte 4 Prozent für G4 und 63 Prozent für F7. Der Faktor liegt also bei 14 bis 16 — eine spürbare Verbesserung für Allergiker.
F7 in KWL-Geräten — wo sitzt der Filter?
In den meisten Wohnungslüftungen sitzt F7 in der Zuluft-Sektion hinter dem G4-Vorfilter. Die Reihenfolge ist wichtig: erst grob (G4), dann fein (F7). Würde nur F7 verwendet, setzt er sich zu schnell zu — die G4-Vorfilter-Funktion verlängert die F7-Lebens-dauer um Faktor zwei bis drei.
Bei manchen Anlagen (etwa Pluggit Avent P450) ist F7 auch in der Abluft optional einsetzbar. Das ist sinnvoll, wenn die Abluft stark verschmutzt ist — etwa bei Holzöfen oder Tabakrauch im Wohnraum.
F7 zur Pollensaison strategisch wechseln
Für Allergiker ist der Frühjahrs-Wechsel entscheidend. Idealer Zeitpunkt: Februar oder März, bevor der erste Birkenpollen-Schub startet. Wer im Mai oder Juni wechselt, hat schon die ersten Wochen einen vollen Filter aktiv und reduziert die Belastung deutlich.
Im Herbst lohnt ein zweiter Wechsel — gegen Ambrosia-Pollen und gegen den steigenden Feinstaub-Pegel der Heizsaison. So bleibt die Zuluft das ganze Jahr in hoher Qualität.
Druckverlust und Stromverbrauch bei F7
F7 hat einen höheren Druckverlust als G4 — typischerweise 80 bis 120 Pascal statt 30 bis 60 Pascal beim G4. Die Lüftungsanlage muss minimal mehr Strom aufnehmen (1 bis 3 Watt zusätzlich), um den gleichen Volumenstrom zu erreichen. Bei einem typischen Jahresverbrauch von 200 kWh sind das 5 bis 10 kWh extra pro Jahr.
Bei modernen Anlagen mit drehzahlgeregelten Ventilatoren ist der Mehrverbrauch oft sogar geringer, weil die Anlage automatisch die Drehzahl an den Druckverlust anpasst.
DIN- und ISO-Tests — Qualität bei filter-caps
Jede F7-Charge wird bei uns nach DIN EN 779 und ISO 16890 getestet. Der Wirkungsgrad bei 0,4-Mikrometer-Partikeln muss bei mindestens 50 Prozent liegen — sonst geht der Filter nicht in den Verkauf. Druckverlust und Filterleistung müssen im Korridor des Hersteller-Originals liegen.
Das ist wichtig, weil ein zu durchlässiger F7 nicht mehr als Pollenfilter funktioniert, und ein zu dichter F7 die Anlage überfordert. Beide Probleme vermeiden wir durch Charge-Prüfung.
Faq
Du hast noch Fragen an uns?
Praktisch dasselbe. Die alte Norm DIN EN 779 nannte den Filter F7, die neue ISO 16890 nennt ihn ISO ePM1 50%. Beide Bezeichnungen meinen den gleichen Filter mit 50 Prozent Wirkungsgrad bei 1-Mikrometer-Partikeln.
Ja. F7 filtert 86 Prozent der Pollen, ein G4 nur sechs Prozent. Der Unterschied ist spürbar — bei Birken- oder Gräser-Pollen-Allergie ist F7 quasi Pflicht für eine effektive Lüftung.
Spätestens nach sechs Monaten. Bei intensiver Pollensaison oder in Stadtlagen mit hohem Feinstaub manchmal schon nach vier bis fünf Monaten. Sichtcheck alle zwei Monate sinnvoll.
In den meisten ja. Manche Hersteller haben den Vorfilter-Slot nicht für F7 ausgelegt — hier prüfen Sie das Wartungs-Handbuch. Bei filter-caps geben wir an, welche F7-Sets für welche Modelle freigegeben sind.
Das sagen
Filtercaps für F7 — die Allergiker-Klasse
F7 ist die wichtigste Filterklasse für Allergiker und für gesunde Raumluft in Stadtwohnungen. Filtercaps führt F7-Filter als Meterware und als vorgefertigte Sets für die gängigen Lüftungsanlagen — DIN-geprüft, ohne Hersteller-Aufpreis, mit kostenloser Telefonberatung zur Modell-Identifikation.
Weitere FILTERCAPS-Sortimente: Meltem-Filter · Vallox-Filter · Zehnder-Filter · Viessmann-Filter
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