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Lüftungstechnik: zentrale Wohnraumlüftung (KWL) einfach erklärt

Moderne, luftdichte Gebäude benötigen einen zuverlässigen Luftaustausch. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) sorgt automatisiert für frische Luft und kann durch Wärmerückgewinnung Heizenergie sparen.

Kurz erklärt Außenluft (AU) wird angesaugt und gefiltert, als Zuluft (ZL) in Wohnräume eingeblasen, Abluft (AL) aus Bad/Küche abgesaugt und als Fortluft (FO) nach außen geführt.

Inhalt

Außenluft, Zuluft, Abluft, Fortluft: Bedeutung von AU / ZL / AL / FO

In der Lüftungstechnik werden Luftströme klar unterschieden. Das hilft, Anlagen richtig zu planen, zu betreiben und zu warten.

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Die Funktion eines Zentralen Lüftungsgerätes

Unten siehst du ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Das Bild zeigt die 4 Luftströme und die wichtigsten Baugruppen (1–6).

Luftströme (Abkürzungen im Bild)

  • AU = Außenluft (Zuluftrohluft): Frische Luft kommt von außen ins Gerät (orange, nach unten).

  • ZL = Zuluft: Gefilterte/temperierte Luft geht in die Wohnräume (orange, nach oben).

  • AL = Abluft: „Verbrauchte“ Luft kommt aus Küche/Bad/Wohnräumen ins Gerät (blau, nach unten).

  • FO = Fortluft: Abluft verlässt das Gerät nach draußen (blau, nach oben).

Komponenten (1–6) und ihre Funktion

1 – Abluftfilter (im Abluftkanal / AL)

  • Filtert Staub/Fasern aus der Abluft, schützt Gerät und Wärmetauscher.

  • Sitzt direkt im Weg der AL (blau) vor den weiteren Bauteilen.

2 – Zuluftventilator (Förderventilator für ZL)

  • „Schiebt“ die aufbereitete Luft in die Zuluftleitung (ZL).

  • Sorgt für den notwendigen Volumenstrom und überwindet den Druckverlust von Filtern/Kanälen.

3 – Strömungsführung / Anschlussbereich Wärmetauscher (Abluftseite)

  • Übergang/Einführung der Abluft in den Wärmetauscherbereich.

  • Hier wird der Luftstrom sauber verteilt, damit der Wärmetauscher effizient arbeiten kann.

4 – Abluft-/Fortluftventilator (Förderventilator für FO)

  • „Zieht“ die Abluft durch das Gerät und fördert sie als FO nach draußen.

  • Arbeitet zusammen mit (2), damit Zu- und Abluft im Gleichgewicht bleiben (wichtige Grundlage für Effizienz und Komfort).

5 – Wärmetauscher (Wärmerückgewinnung)

  • Herzstück des Systems: Wärme aus der warmen Abluft wird auf die kalte Außenluft übertragen – ohne dass sich die Luftströme vermischen.

  • Ergebnis: weniger Heizenergie, stabileres Raumklima.

6 – Außenluft-/Zuluftfilter (im AU-Zweig)

  • Filtert Partikel aus der Außenluft (Staub, Pollen/Feinstaub – je nach Filterklasse).

  • Schützt Bewohner und Wärmetauscher; sorgt für saubere Zuluft.

So funktioniert das Ganze – als Ablauf

  1. AU kommt von draußen rein → wird über (6) gefiltert.

  2. Die gefilterte Außenluft strömt durch den Wärmetauscher (5) und nimmt Wärme aus der Abluft auf.

  3. Der Zuluftventilator (2) fördert die temperierte Luft als ZL in die Räume.

  4. Gleichzeitig kommt AL aus den Räumen ins Gerät → wird über (1) gereinigt.

  5. Diese Abluft gibt im Wärmetauscher (5) ihre Wärme ab.

  6. Der Abluft/Fortluftventilator (4) führt die abgekühlte Luft als FO nach draußen.

Wenn du magst, kann ich dir daraus auch einen kurzen, SEO-tauglichen Abschnitt für deine Seite machen (inkl. „AU/ZL/AL/FO“-Definitionen + Vorteile der Wärmerückgewinnung).

Vorteile und Nachteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung

Vorteile Nachteile
Bessere Luftqualität: Stetiger Luftaustausch reduziert CO₂, Gerüche und Schadstoffe. Anschaffungs- und Einbaukosten: Planung, Geräte und Montage können teuer sein (besonders zentral).
Weniger Feuchte & Schimmelrisiko: Feuchtigkeit wird zuverlässig abgeführt, besonders in Bad/Küche. Wartungsaufwand: Filterwechsel und regelmäßige Reinigung/Inspektion sind nötig.
Energieeinsparung (bei Wärmerückgewinnung): Wärme aus der Abluft wird genutzt, dadurch weniger Heizbedarf. Stromverbrauch: Ventilatoren laufen dauerhaft (meist moderat, aber vorhanden).
Mehr Komfort: Kein regelmäßiges Stoßlüften nötig; gleichmäßiges Raumklima. Geräusch- & Zugluftrisiko: Bei schlechter Planung/Einregulierung kann es hörbar sein oder “ziehen”.
Schutz vor Pollen & Feinstaub: Filter halten viele Partikel zurück – hilfreich bei Allergien und in Städten. Platzbedarf & Eingriffe in die Bausubstanz: Kanäle/Leitungen brauchen Raum; Nachrüstung kann aufwendig sein.
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Zentrale Wohnraumlüftung – Luftströme, Zirkulation und Filterwechsel erklärt

Eine zentrale Wohnraumlüftung sorgt dauerhaft für frische, gefilterte Luft im gesamten Haus – ganz ohne manuelles Stoßlüften. Über ein Lüftungsgerät werden dabei vier Luftströme gesteuert: Außenluft (AU) wird von draußen angesaugt, im Gerät gefiltert und als Zuluft (ZL) in Wohn- und Schlafräume verteilt. Gleichzeitig wird verbrauchte, feuchte Luft als Abluft (AL) aus Bad, WC oder Küche abgesaugt, gibt im Wärmetauscher Wärme ab und wird anschließend als Fortluft (FO) nach außen geführt. Damit das System hygienisch, leise und energieeffizient arbeitet, ist der regelmäßige Austausch der Filter im Gerät entscheidend – vor allem der Außenluft-/Zuluftfilter sowie der Abluftfilter.


Lüftungsgeräte
  • AU = Außenluft (Frischluftansaugung von draußen): Luft wird über eine Außenwand-/Dachdurchführung angesaugt und ins Gerät geführt.

  • ZL = Zuluft (du schreibst „Zugluft“, gemeint ist in der Regel Zuluft): Aufbereitete Luft wird in Wohn- und Schlafräume eingeblasen.

  • AL = Abluft: „Verbrauchte“ Luft wird aus Bad, WC, Küche, Hauswirtschaft abgesaugt und ins Gerät geführt.

  • FO = Fortluft: Die Abluft verlässt nach der Wärmerückgewinnung als Fortluft das Haus nach außen.

Merksatz:
Frisch rein (AU) → sauber/temperiert raus in Räume (ZL) → verbraucht zurück (AL) → nach draußen (FO).

Das System arbeitet nach dem Prinzip „Zuluft in Aufenthaltsräume, Abluft aus Feuchträumen“:

  • In Wohn-/Schlafzimmern willst du frische, gefilterte Luft (Zuluft).

  • In Bad/Küche/WC entstehen Feuchte, Gerüche und Partikel – dort wird Luft aktiv abgesaugt (Abluft).

  • Durch Überströmung (z. B. unter Türen, durch Überströmelemente) wandert Luft von sauber nach belastet:
    Wohnraum → Flur → Bad/Küche
    Das ist hygienisch sinnvoll und reduziert Gerüche/Feuchte im ganzen Haus.

Wichtig dabei: Das Gerät hält Zu- und Abluftmengen im Gleichgewicht (balancierte Lüftung). So entsteht kein spürbarer Unter- oder Überdruck, was auch Zugerscheinungen und Probleme mit Feuerstätten minimiert.

Im Gerät werden die beiden Luftströme (AU und AL) geführt, gefiltert und (bei WRG) thermisch gekoppelt:

  • Außenluft (AU) wird gefiltert und im Wärmetauscher durch die Wärme der Abluft „vorgewärmt“ (im Winter) bzw. „vorgekühlt“ (im Sommer – begrenzt).

  • Abluft (AL) gibt ihre Wärme ab, wird danach als Fortluft (FO) nach draußen geblasen.

  • Die Luftströme mischen sich nicht – Wärme wird über den Tauscher übertragen, nicht die Luft.

In einem zentralen System gibt es mindestens zwei Hauptfilter, die im Lüftungsgerät stecken:

A) Außenluft-/Zuluftfilter (AU → ZL)

  • Position: Im Gerät im Außenluftkanal, bevor die Luft in den Wärmetauscher/ Ventilator und anschließend als Zuluft in die Räume geht.

  • Aufgabe: Schutz der Bewohner (Pollen/Feinstaub je nach Filterklasse) und Schutz des Geräts/Wärmetauschers.

  • Typisch: ISO ePM1 / ePM2,5 (früher oft F7/F9) – je nach Anlage/Anforderung.

B) Abluftfilter (AL → FO)

  • Position: Im Gerät im Abluftkanal, bevor die Luft durch den Wärmetauscher läuft.

  • Aufgabe: Schützt Wärmetauscher und Ventilatoren vor Staub/Fasern aus der Raumluft.

➡️ Diese beiden Filter sind die klassischen „Wechselfilter“.

Je nach Ausführung können weitere „Filterstellen“ vorhanden sein:

  • Gitter/Ansaughaube außen (AU): Kein Feinfilter, aber oft ein Schutzgitter/Insektenschutz.
    → sollte regelmäßig gereinigt werden (Blätter, Insekten, Staub).

  • Ventile/Anemostate (Zuluft/Abluft in den Räumen): keine Filter, aber Staubablagerungen möglich.
    → gelegentlich abwischen/reinigen.

  • Kanäle/Verteiler: werden nicht „regelmäßig“ gefiltert, profitieren aber stark von korrekt sitzenden Gerätefiltern und guter Montage.

Das hängt stark von Umgebung (Stadt/Feinstaub, Pollen, Baustelle) und Nutzung ab. Als praxistaugliche Faustregel:

  • Außenluft-/Zuluftfilter: ca. alle 3–6 Monate prüfen, häufig 6–12 Monate tauschen.

  • Abluftfilter: oft 6–12 Monate.

  • Spätestens tauschen, wenn:

    • das Gerät „Filter wechseln“ meldet,

    • der Volumenstrom sinkt / Anlage lauter wird,

    • Filter sichtbar stark verschmutzt sind.

Viele verwechseln „Zuluft“ mit „Zugluft“. Zugluft entsteht eher bei:

  • falscher Einregulierung (zu hoher Volumenstrom),

  • ungünstiger Position der Zuluftauslässe,

  • verstopften Filtern (Ventilator dreht höher → Geräusch/Strömung),

  • schlecht gedämmten Kanälen (Temperaturdifferenzen).

Mit richtig platzierten Auslässen, korrekter Einregulierung und regelmäßigen Filterwechseln ist Zuluft in der Regel nicht als Zug spürbar.